Brandverhalten
Die Herausforderung
Gott sei Dank sind Brände selten, doch wenn sie in einem Schulgebäude, einem Krankenhaus oder einem anderen Gebäude ausbrechen, können die Auswirkungen verheerend sein. Heutzutage sterben in einer mittelgroßen Stadt durchschnittlich eine bis vier Personen von ca. 200.000 Einwohnern durch einen Brand.
Ein Feuer entsteht durch das Zusammenspiel dreier Komponenten: Zündquelle (Hitze), Sauerstoff (Luft) und das Vorhandensein eines brennbaren Materials. Die Zündquelle entsteht meistens durch menschliche Einflüsse. Sauerstoff wird benötigt, um das Feuer in Gang zu halten und brennbare Materialien fördern dessen Ausbreitung. Durch die Verwendung möglichst vieler nichtbrennbarer Materialien können daher die Auswirkungen eines Brandes begrenzt werden. 
Um einen Beitrag zur Vorbeugung zu leisten, beziehen sich zwei europäische Normen diesbezüglich auf Baumaterialien:
- Brandverhalten beschreibt, welchen Beitrag ein Baustoff zur Brandentwicklung leistet. Die Kriterien der EU zur Auswertung des Brandverhaltens eines Materials sind die Entflammbarkeit, das Maß an Wärmefreisetzung, Geschwindigkeit der Flammenausbreitung, Höhe der Rauchentwicklung, gefährliche Gase, flammende Tröpfchen/Partikel und/oder eine Kombination solcher Sicherheitsaspekte. In den meisten Ländern gibt es Mindestanforderungen in diesem Bereich.
- Der Feuerwiderstand beschreibt, über welchen Zeitraum eine vollständige Decke einer Brandeinwirkung standhalten kann. Nur in den fortschrittlichsten Ländern gibt es hierfür bereits Mindestanforderungen.
In Europa gibt es mehrere Wege, Feuerwiderstandsklassen zu testen. Die Grundvoraussetzungen, welche zur Beurteilung eines Produkts hinsichtlich Brandverhalten herangezogen werden, sind:
R: Tragkraft (um Stärke und Stabilität des Gebäudes zu bestimmen)
E: Integrität (um ein Element intakt zu halten)
I: Dämmung (um die Temperatur auf der nicht dem Feuer ausgesetzten Seite niedrig zu halten, ausgedrückt in Minuten)
Wenn die Decke all diese Grundvoraussetzungen für 30 Minuten erfüllt, dann ist sie F 30 klassifiziert.
Klassifizierung von Brandverhalten gemäß EN 13501-1
Klasse | Brandverhalten | Referenztest von einem Feuersprung in einer Raumecke | Zusätzliche Klassifizierung |
|---|---|---|---|
| A1 | Kein Beitrag zum Brand | Nein | Keine |
| A2 | Kein signifikanter Beitrag zur Brandentwicklung | Nein | Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen |
| B | Sehr beschränkter Beitrag zur Brandentwicklung | Nein | Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen |
| C | Beschränkter Beitrag zum Feuersprung (Flashover) | Feuersprung (Flashover) nach 10 Minuten | Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen |
| D | Beitrag zum Feuersprung (Flashover) | Feuersprung (Flashover) zwischen 2 bis 10 Minuten | Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen |
| E | Signifikanter Beitrag zum Feuersprung (Flashover) | Feuersprung (Flashover) innerhalb 2 Minuten | Brennendes Abtropfen/Abfallen (Rauchentwicklung ist als substanziell anzunehmen) |
| F | Nicht getestet oder Nichterreichen der Klasse E | Keine Leistungen ermittelt |
Die Lösung durch Rockfon
Rockfon erfüllt bzw. übertrifft die Brandschutzanforderungen in allen europäischen Ländern. Als Teil der Rockwool Gruppe legt Rockfon großen Wert auf das Brandverhalten seiner Produkte.
Die meisten unserer Produkte gehören der Baustoffklasse A1 an. Diejenigen, die nicht zu dieser Kategorie zählen, fallen in die Klasse A2-s1, d0. Dadurch, dass Rockfon Produkte nichtbrennbar sind, leisten sie keinen Beitrag zur Brandentwicklung und sorgen für mehr Sicherheit bzw. geben mehr Zeit zur Evakuierung eines Gebäudes.
Sämtliche Rockfon Produkte erfüllen die strengsten Kriterien mit Bezug auf die Rauchentwicklung im Brandfall. Vor dem Hintergrund, dass 66% aller Todesfälle mit Rauchentwicklung zusammenhängen, ist dies eine äußerst vorteilhafte und wichtige Eigenschaft.
Gesetzliche Anforderungen sind meist nur Mindestanforderungen. Erfüllt man diese, so bedeutet dies daher nicht automatisch, dass ein Gebäude im Fall eines Brandes 100% abgesichert ist. Je mehr Produkte mit der höchsten Baustoffklasse (A1) in einem Gebäude vorhanden sind, desto sicherer ist dieses.
Innerhalb der allgemein bekannten Feuer-widerstandsklassen, die in vielen Ländern zum Einsatz kommen und in einer Kombination aus REI und Schutzdauer ausgedrückt werden, führen unterschiedlichste Testmethoden zu allerlei Ergebnissen.
| Land | Produkt | Testmethode | Klassifizierung |
|---|---|---|---|
| Belgien, Niederlande | Sonar D | EN 1365-2 | REI 45* |
| Frankreich | Ekla E | ENV 13381/1 | REI 30* |
| Dänemark, Schweden, Norwegen | Sonar E | EN 14135 | KL 10* |
| UK | Sonar E | BS467 Part 23 | 72 Minuten |
* Klassifizierung nach Norm 13501-2.

